12. Juni 2018
Whitehead

Wer als Mitarbeiter oder Insider Rechtsverstöße in Unternehmen und Institutionen an die Öffentlichkeit bringt, soll nach dem Willen der EU-Kommission künftig besser geschützt werden. Die Kommission legte einen Gesetzentwurf vor, der für Whistleblower sichere Meldekanäle und EU-weiten Rechtsschutz vorsieht. „Viele der jüngsten Skandale wären nicht ans Licht gekommen, hätten Hinweisgeber nicht den Mut gehabt, sie zu melden“, sagte Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans. Er verwies auf Fälle wie die Steuer-Enthüllungen in den „Panama Papers“ und in den „Lux-Leaks“ oder die Auswertungen von Facebook-Daten durch das Big-Data-Unternehmen Cambridge Analytica. Die neue Richtlinie sieht EU-weite Mindeststandards vor, die die Hinweisgeber vor Entlassung, Zurückstufung oder anderen Repressalien ihres Arbeit- oder Auftraggebers bewahren sollen. Alle Vergeltungsmaßnahmen sind demnach untersagt.