21. April 2020
Denys Sokolow

Experten und Politiker fordern vielerorts die Maskenpflicht für alle Bürger, damit die Kontaktsperre langsam gelockert werden kann. Erste Corona-Maßnahmen wurden bereits aufgeweicht. Bald dürfen wieder mehr Geschäfte öffnen und der Unterricht in den Schulen wird schrittweise aufgenommen. Doch die Kontaktsperre bleibt zunächst bestehen. Es gibt viele Diskussionen um die Möglichkeiten einer Lockerung dieser sozialen Isolation. Die Rede ist beispielsweise von einer App, die aufzeichnen soll, mit wem ein Infizierter Kontakt hatte, um die Infektionsketten genauer nachverfolgen zu können. Zentrum vieler Debatten ist jedoch die Maskenpflicht, denn diese lässt sich einfach umsetzen und erweist sich als besonders wirksam. Erste Erfolge zur Wirksamkeit der Maskenpflicht zeigen sich in Jena: In der letzten Woche gab es dort keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus mehr. Jena nimmt eine Vorreiterrolle ein. Dort gilt die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen bereits seit einigen Wochen.

 

Maskenpflicht für alle?

 

Erste Bundesländer und einzelne Städte folgen der Stadt in Thüringen nun. In Sachsen muss ab jetzt beim Einkauf und im Nahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. In Mecklenburg- Vorpommern müssen Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs ab dem 27. April eine Schutzmaske tragen. Die ausdrückliche Empfehlung zum Tragen einer Atemschutzmaske gilt bereits deutschlandweit. Dass noch keine flächendeckende Pflicht besteht, begründen viele Politiker der einzelnen Länder mit dem großen Mangel an Schutzkleidung und -masken: Schließlich müsse zuallererst die Versorgung von Pflegenden und medizinischem Fachpersonal gewährleistet werden. Man könne keine Pflicht für alle einführen, wenn es keine flächendeckende Gewährleistung mit der Versorgung von Masken gebe. Mit einem innovativen Unternehmen aus Rostock könnte der Maskenmangel bald ein Ende haben. Die ADCADA Unternehmensgruppe hat 2,5 Millionen Euro in eine Produktionsanlage zur Herstellung von Atemschutzmasken investiert. Ab Mai startet die Produktion im großen Stil.

 

Inländische Produzenten sind gefragt

 

Der ADCADA-Chef Benjamin Kühn weiß: „Mit Covid-19 ist der Mangel an Schutzmaterialien weltweit zu einem enormen Problem geworden. Deutschland ist normalerweise auf den Import von Atemschutzmasken angewiesen, doch die Lieferketten sind unterbrochen. Wir haben das Ausmaß der Krise früh erkannt und in eine vollautomatische Produktionsstraße zur Herstellung von Atemschutzmasken investiert.“ Inländische Produzenten sind jetzt gefragt. Viele Unternehmen gestalten inzwischen ihre Produktionsprozesse flexibel um, um Schutzausrüstung herzustellen. Aus Mangel an Alternativen nähen auch viele Einzelpersonen ihre Schutzmasken kurzerhand selbst. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezweifelt jedoch den Nutzen von selbstgenähten Masken, da diese oftmals nicht richtig gepflegt würden und somit keinerlei Hygienestandards einhalten könnten, die eine Ansteckung verhindern.

 

Jeder kann einen Beitrag leisten

 

„Das Engagement vieler Bürger und Unternehmen ist bemerkenswert. Es ist wichtig, dass wir jetzt zusammenhalten und jeder da hilft, wo er kann“, meint ADCADA-Chef Kühn. Für sozial engagierte Einzelpersonen bietet ADCADA die Möglichkeit sich einzubringen. ADCADA hat für die Realisierung ihres Projekts ein Tochterunternehmen gegründet. Mit ADCADA.healthcare hat jeder die Gelegenheit sich für die Initiative einzusetzen. „Jeder kann sich mit dem Zeichnen einer ADCADA.healthcare Anleihe für die Gewährleistung ausreichender Masken einsetzen. Eine Verzinsung von 12 Prozent garantieren wir“, versichert der CEO Benjamin Kühn. Für die gesamte Laufzeit spendet ADCADA darüber hinaus mindestens 12 Prozent der monatlichen Produktionsartikel an öffentliche und gemeinnützige Institutionen.

Benjamin Kühn möchte dem Notstand an Schutzmasken ein Ende setzen und verfolgt mit seinem Vorhaben ein großes Ziel: „Um unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten, ist unser Ziel die Gewährleistung einer flächendeckenden Versorgung mit Atemschutzmasken.“ Ab Mai will ADCADA monatlich mindestens 12 Millionen Atemschutzmasken herstellen. Die Produktion soll kontinuierlich gesteigert werden. „Zunächst liegt unser Fokus auf Einrichtungen und Menschen, die tagtäglich gegen die Weiterverbreitung des Virus ankämpfen“, so der Chef der ADCADA Group weiter.