18. Dezember 2019
Anastasia Bergstern

Neueste erschreckende aktuelle Zahlen: Allein dieses Jahr sind auf der Ägäisroute bis in die Türkei von dort aus mindestens 70.000 illegale Einreisen nach Europa und natürlich auch nach Deutschland ermöglicht worden, weil es offenbar keine vernünftigen Grenzkontrollen am Bosporus gibt, oder die Grenzbeamten die Augen zudrücken, bestochen werden oder schlichtweg zu faul sind, Dienst nach Vorschrift zu machen. Und die Betonung liegt auf illegaler Einreise! Dass, was Erdogan seit Monaten predigt, dass man einen Weg finden wird, um die Flüchtlingsströme aus der Türkei abzuleiten, ist längst Realität. Er macht seine Grenzen auf und lotst die illegalen Einwanderer, die keiner Kontrolle unterzogen werden, einfach nach Europa. Nach einem bestimmten Verteilerschlüssel geht’s für Tausende in alle europäischen Himmelsrichtungen. Hauptsache raus aus dem „osmanischen Reich“ und hin zu den „reichen Europäern“. Sollen die sich doch um die Menschen kümmern.

Das gesamte Einwanderungssystem ist marode, die Grenzkontrollen uneffektiv und die Haltung der europäischen „Partner“ untereinander skandalös. Es gibt keinen Konsens, es geht nur noch darum, wie man die einzelnen europäischen Länder die Flüchtlinge ab- oder weiterschieben kann. Diese sind nämlich zu einer echten Plage geworden und die riesigen Menschenmengen können gar nicht mehr bewältigt werden. Der Ursprung liegt im Jahr 2015, als Angela Merkel eine unverzeihliche Aussage tätigte, die den Flüchtlingsströmen Tür und Tor geöffnet wurden. Diese Milliarden, die allein in Deutschland dafür bereitgestellt werden müssen, fehlen mittlerweile im eigenen Land, um dort den Menschen ein dem Status einer Industrienation gemäßen Lebensstandard zu ermöglichen. Vor allem Rentnern und Geringverdienern.

Der Anstieg von illegalen Einreisen aus der Türkei ist im Vergleich zum vergangenen Jahr um 46 Prozent gestiegen, so besagt es ein offizielles Dokument von der EU-Kommission. Offenbar nehmen die „Flüchtlinge“ gerne diesen Weg durch die Türkei, weil sie wissen, dass sie so problemlos in die EU einreisen können. Vor allem Griechenland, danach Italien, Bulgarien und Zypern sind Zentren, von wo aus die Ankommenden – offensichtlich mit klarem Reiseplan – über die türkischen Grenzen nach Europa ausschwärmen. Dorthin, wo sie wissen, dass dort die besten wirtschaftlichen Verhältnisse bestehen. In der Dokumentation heißt es weiter, dass die griechischen Inseln gezielt angelandet werden und allein dort über 40.000 Flüchtige ankamen. Die griechische Regierung ist komplett überfordert mit der Situation, und schon heißt es wieder vom griechischen Ministerpräsidenten K. Mitsotakis, aufgrund der „erforderlichen Lastenteilung“ solle Deutschland auch wieder neue Migranten aufnehmen. Was hat uns die Kanzlerin da 2015 eingebrockt?

Es ist an der Zeit, dass die EU sich zusammensetzt und eine Vereinbarung trifft, dass keine neuen Flüchtlinge mehr aufgenommen werden und sich Europa als Zielort aussuchen dürfen. Die Welt ist groß genug, man muss den Menschen von vorne herein klarmachen, dass eine Flucht nach Europa derzeit keinen Sinn macht. Bis dato wurden viele dazu buchstäblich ermutigt, und haben diese Aufforderung als Chance genutzt. Griechenland, Ungarn, Österreich und die Türkei sagen seit langem, dass sie sich gegen die Flüchtlingspolitik stellen und sich genötigt fühlen, Menschen aufzunehmen, die vor allem hierherkommen, weil es bei anderen so gut funktioniert hat. Die Kapazitäten sind erschöpft, vielleicht reagiert Ursula von der Leyen in Brüssel endlich einmal, und trommelt die EU-Staatschefs zusammen, damit ein gemeinsamer Beschluss gefasst wird. Dieser kann nur heißen: Vorübergehend keine neuen Flüchtlinge nach Europa.