13. September 2019
Denys Sokolow

Freundschaften tragen zur Lebensqualität eines Menschen bei. Besonders die Freundschaften aus der Schulzeit und des Studiums bleiben den meisten in Erinnerung. Doch leider kommt es oft vor, dass sich die Wege trennen und man sich aus den Augen verliert. Der beste Freund aus der Nachbarschaft ist weggezogen? Die damalige beste Freundin besuchte eine andere weiterführende Schule und der Kontakt ist zerbrochen? Die Bekanntschaft aus Uni-Zeiten arbeitet nun im Ausland und ist telefonisch schwer zu erreichen? Die Sandkastenliebe geht Ihnen bis heute nicht aus dem Kopf? In solchen Fällen sollen soziale Netzwerke zur Hilfe geholt werden, um den ein oder anderen Kontakt aufrecht zu erhalten oder wieder neu zu beleben.

StayFriends – Freunde bleiben; diese Suchmaschine verspricht seinen StayFriends Usern die Möglichkeit, ehemalige Klassenkameraden und Bekannte wieder aufzufinden und sich mit ihnen zu vernetzen.

Doch wie funktioniert das Ganze?

Zuerst einmal müssen die angehenden StayFriends User ein eigenes Profil erstellen. Bei der Profilerstellung bzw. der Registrierung müssen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie heißt du?
  • Wie alt bist du?
  • Auf welche Schulen und Universitäten bist du bisher gegangen?

Dabei ist es wichtig, auf den Jahrgang und auf die richtige Schreibweise zu achten, um keine Verwechslungen hervorzubringen.

Um das Vernetzen auf StayFriends zu erleichtern, wird einem dazu geraten, ein aktuelles Bild und ein Bild aus der Schulzeit oder aus dem Studium hochzuladen. Zudem gibt es eine Ansammlung von mehreren hochgeladenen Klassenfotos, welche es ebenfalls dem StayFriends-Mitglied erleichtert, gefunden zu werden oder den Kontakt zu ehemaligen Klassenkameraden und Lehrern wiederaufzubauen.

Und das alles kostenfrei?                                                                                                 

Nicht ganz. Die Registrierung bzw. die Profilerstellung auf StayFriends ist kostenfrei, jedoch müssen beim Versenden von Nachrichten an wiederaufgefundene Klassenkameraden und Bekannte, eine Gebühr von bis zu 24 Euro pro Jahr bezahlt werden. Wer diese Gebühr nicht zahlen möchte, der darf leider nur eingeschränkten Zugriff auf die StayFriends-Funktionen genießen.

Was überwiegt: Positive oder negative Aspekte der Kontaktherstellung?

Positiv: Die Grundidee des StayFriends-Portals ist für diejenigen empfehlenswert, welche neben Facebook, Instagram & Co. weitere Vernetzungsmöglichkeiten mit alten Bekannten, Lehrern und Klassenkameraden suchen. Das Portal StayFriends könnte besonders von Interesse für diejenigen sein, welche vor längerer Zeit keine Schule oder Universität besucht haben. Zudem wird die Suche nach ehemaligen Schulkameraden durch die katalogartige und alphabetische Auflistung der Schulen auf dem StayFriends Portal erleichtert. Diese Auflistung der Schulen ist besonders übersichtlich. Die Übersichtlichkeit ermöglicht dem StayFriends-Mitglied eine praktische und unkomplizierte Suche nach ehemaligen Klassenkameraden. Was ebenfalls nützlich an der Grundidee von StayFriends ist, ist das dadurch viel einfacher Klassentreffen und Get-togethers organisiert werden können. Außerdem sorgen die alten Fotos, die auf dem Portal veröffentlicht sind, für eine Menge Erinnerungen an die „guten alte Zeiten“.

Kritikpunkte: An der Suchmaschine StayFriends lässt sich kritisieren, dass die Basismitgliedschaft allein nicht ausreicht, um aufgefundene Kontakte anzuschreiben. Zudem sind nicht alle Schulen katalogartig bei StayFriends aufgelistet. Dies ist für diejenigen ein Nachteil, welche ihre ehemaligen Schulkameraden und damaligen Freunde aus der Universität aufgrund dessen nicht auf StayFriends auffinden können. Diesen bleibt die Möglichkeit, auf andere soziale Netzwerke zuzugreifen, um dort nach ehemaligen Klassenkameraden, Bekannte, Lehrer, Dozenten und ehemalige Freunde aufzufinden und dann anzuschreiben. Desweiteren berichten User des Portals, dass, wenn keine Mitgliedschaft abgeschlossen wurde, permanent ungefragte „Erinnerungsmails“ vom Seitenbetreiber geschickt werden, um vielleicht doch eine Mitgliedschaft zu forcieren. Diese sehr negative Eigenschaft des Betreibers wirkt sich ungünstig auf das ganze Portal aus und könnte irgendwann den berühmten „Shitstorm“ gegen StayFriends auslösen.

Fazit: Insgesamt ist die Idee von StayFriends als positiv zu bewerten, alte Schul- und Studienkontakte wiederzubeleben und mit Fotos aus vergangenen Zeiten viele schöne Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Auch der Jahresbeitrag von 24 Euro liegt weit unter dem jeder anderen Kontakt- oder Partnerseite im Netz.