3. April 2019
Denys Sokolow

Der deutsche Verkehrsminister Scheuer sieht nicht allein eine Mobilitätsrevolution auf Deutschland zukommen, auch 75% aller Bundesbürger begrüßen das neue E Scooter-Gesetz, wie eine kürzlich durchgeführte Studie ergab. Den Hype um die neuen umweltfreundlichen Elektro-Roller sieht man auch darin bestätigt, dass Online-Shops auf denen man E Tretroller kaufen kann viel positive Werbung dafür machen und die Kunden in Deutschland mächtig für dieses Thema sensibilisieren.

Im Mai 2019 ist es endlich soweit, E Scooter, also elektrische Tretroller, werden die Mobilitätslandschaft beeinflussen und werden nächsten Monat- Anfang Mai – erlaubt sein. Doch der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) kritisiert diese Entscheidung in einer öffentlichen Stellungnahme und warnt vor „chaotischen Umständen“ auf den Radwegen. ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Deutsche Radwege taugen nicht einmal für die sichere Abwicklung des vorhandenen Radverkehrs. Wenn ab 2019 zusätzlich eine Welle von E-Scooters durch die Innenstädte holpert, werden wir sehr unschöne Szenen und viele Unfälle erleben. Wenn Minister Scheuer die Radwege für Elektrofahrzeuge freigibt, dann muss er auch für Hunderttausende Kilometer neuer Radwege mit top-gepflegtem Belag und Überholbreite sorgen.“

E Scooter und Fahrrad konkurrieren

Längst haben E Scooter die Großstädte in der westlichen Hemisphäre verändert. Im israelischen Tel Aviv sind die elektrischen Tretroller ebenfalls längst auf der Überholspur. In den USA haben sie vor knapp drei Jahren Ihren Siegeszug – von Texas bis Seattle – gestartet. In den Vereinigten Staaten geht der Trend zunehmend dahin, dass Städte für Autofahrer Gebühren erheben, New York will dies jetzt im Gesetzt verankern. Es wird dann teuer für New-York-Besucher, zumindest, wenn man mit dem Auto kommt. Im Zuge des weltweiten Umdenkens in Bezug auf Ressourcenverschwendung, werden sicherlich viele Städte und Staaten dem Beispiel folgen, denn schließlich mag niemand den Stau und Lärm und Schmutz in den Straßen, der durch den Verkehr verursacht wird. Dieses Problem kann durch E Scooter verbessert werden.

In Europa haben elektrische Tretroller, diese leichten, wendigen Flitzer, die Herzen von Jung und Alt bereits erobert. Von Barcelona über Paris bis Wien und bald auch Berlin, München und Hamburg prägen E Scooter zunehmend das Straßenbild. Und das hat viele Gründe, einige davon sind:

  • umweltschonend ohne Verbrennungsmotor
  • Entlastung der Straßen, insbesondere in Großstädten
  • Praktisch und handlich
  • Großer Fahrspaß
  • Effizient und schnell
  • Sicherer als ein Fahrrad
  • Gleiche Geschwindigkeit wie ein Fahrrad

Es gibt sicherlich noch viele Gründe, weshalb E Scooter die besseren Fahrräder sind. Spätestens, wenn man eine Runde mit dem SXT Buddy V2 oder einem Moovie E Scooter gefahren ist, dann weiß man, dass man auf E Tretroller nicht mehr verzichten will.

Deshalb ist es umso verwunderlicher, dass ausgerechnet der Fahrrad-Verband Kritik an den neuen Verkehrsteilnehmern äußerst. Denn objektiv betrachtet müsste es dem ADFC doch am Herzen liegen, dass immer mehr Menschen das Auto auch häufiger mal stehen lassen. Dann wären die Fahrradfahrer auch wesentlich weniger im Straßenverkehr gefährdet. Was der wahre Grund hinter der Kritik ist, ist nicht abzusehen, vielleicht ändert der Verband seine Meinung, wenn E Scooter-Fahrer ihm kostenpflichtig beitreten…