28. Juni 2018
Gabriela Litzenburg

Im Interview mit Herbert Behr, Geschäftsführer der Golden Gates Edelmetalle GmbH werden wir uns heute über Technologiemetalle unterhalten. Wir wissen, dass Technologiemetalle in der modernen Technik gebraucht werden für z.B. für Handys, Computer und Maschinen – viel mehr wissen wir aber nicht.

Dr.M. Diehl:

Herr Behr, Sie als studierter Physiker verfügen über die fachliche Kompetenz diesem Bereich, warum setzen Sie auf diese Metalle?

Herber Behr:

Das ist eine sehr gute Frage. Technologiemetalle sind ja ein großer Bereich der Metalle. Wir, die Golden Gates Edelmetalle GmbH, konzentrieren uns aktuell nur auf vier davon: das sind Gallium, Germanium, Indium und Hafnium, weil das die Metalle sind, die zurzeit für Technologie am meisten gebraucht werden und für den Kunden auch in physischer Form erwerbbar sind. Wenn ich vor Kunden über Gallium oder Germanium spreche, dann haben sie meistens noch nie etwas davon gehört, der Chemieunterricht ist meist schon sehr lange her. Dennoch gebrauchen unsere Kunden diese Metalle täglich. Können sie sich vorstellen, dass man heute ohne Handy auskommt, ohne Computer und schnelles Internet? In allen Technologien finden sie all diese Metalle. Z.B. bei einer LED-Lampe sorgt das Galliumarsenid für den elektronischen Übergang und beim Handy sorgt das Indium mit seinen elektrischen Eigenschaften dafür, dass wenn sie auf eine App draufdrücken, überhaupt etwas geschieht.

Man schätzt, dass nur noch zehn bis zwanzig Jahre diese Metalle noch in ausreichender Form förderbar sein werden und es gibt keine Alternativen. Aktuell ganz selten sowie ganz schwierig zu recyceln, bei Recyclingquoten von unter 1 Prozent. Das macht das Investment in Technologiemetalle so interessant.

 

Dr. M. Diehl:

Da stellt sich die Frage: Sind die Technologiemetalle für den durchschnittlichen privaten Kleinanleger überhaupt geeignet? Sie haben ja schon die Lagerung angesprochen und ist das Thema nicht insgesamt zu kompliziert und unübersichtlich?

Herbert Behr:

Das Thema Technologiemetalle selbst ist nicht unübersichtlich, aber ich muss Ihnen auch teilweise Recht geben. Wer kein Faible für diese Anlageklasse hat, für den ist es nicht geeignet. Die Klientel sind immer die Kunden, die auch ein bisschen mehr verdienen oder aus diversen technischen Bereichen kommen. Sehr viele Kunden kommen aus dem Ingenieurbereich, Geschäftsführerbereich. Das sind die Leute, die mit Rohstoffen täglich umgehen, die wissen, wie wertvoll diese Rohstoffe sind. Unsere Metalle liegen generell in einem Zollfreilager hier in Deutschland, in Frankfurt. Dort wird das also sicher verwahrt, bis der Kunde ein Verkaufsauftrag hat. Dann wird diese Ware wiederverkauft und die geht dann eigentlich direkt an die Industrie. Das ist eben eine Industrieware, auch durch die Reinheit, Verpackung und Normierung. Die Metalle gehen dann zu den großen Abnehmern wie Siemens, Bosch und Co.

Für unsere Kunden machen wir zudem häufiger Führungen im Hochsicherheitslager.

 

Dr. M. Diehl:

Sie führen Führungen durch in diesem Zollfreilager und sie bieten aber auch ganz aktuell zu diesen Metallen ein kostenloses Seminar an. Wie kann man sich das vorzustellen?

Herbert Behr:

Wir müssen ja Seminare anbieten, damit unsere Vertriebspartner entsprechend ausgebildet sind. Auf der anderen Seite machen wir aber auch für die Kunden Seminare. Ins Lokal laden wir dann immer wieder interessierte Kunden ein und erklären ihnen in diesem Seminar alles über diese Metalle, warum die wichtig sind und wo die Vorteile liegen.

 

Vielen Dank Herr Behr für das Interview über Technologiemetalle.