26. Februar 2018
Jens.S

Ein Toyota Modell der Reihe Prius Hybrid von 2014 soll der Stein des Anstoßes sein, warum plötzlich der Benzinverbrauch der aktuellen Modellreihe in den USA deutlich angestiegen ist. Sehr zum Ärger des japanischen Autobauers, denn in den USA werden falsche oder fehlerhafte Abgaswert-Angaben drastisch sanktioniert. Außerdem führt dies zu einem Imageverlust, der den Konzern Tausende von Autokäufern kosten könnte. Denn gerade das Hybrid-Modell Toyota Prius gilt als das hippe Vorzeigeauto einer grünen Oberschicht des Staates Kalifornien, wo Körperkult, Wellness und Öko-Lifestyle zum Image einer umweltbewussten Konsumentengruppe zählen. Da passt es natürlich überhaupt nicht ins Bild, wenn der Minimalverbrauch plötzlich auf durchschnittliche Verbrauchswerte anderer Mittelklasse-Autos ansteigt und die Verbraucher mächtig in Rage bringt.

Toyota weist wie zu erwarten sämtliche Vorwürfe zurück und bemüht sich mit juristischem Beistand um Rehabilitierung in der Angelegenheit. Angeblich ist der Benzinverbrauch von 4,8 l auf 5,3 l pro 100 Kilometer angestiegen. Das mag wenig klingen, bedeutet aber für die umweltbewussten Amerikaner einen Rückschlag bei den ungeliebten CO2-Emissionen, die das Land mehr und mehr belasten.
Auslöser des ganzen Debakels soll ein Software-Update der Motorsteuerung gewesen sein, welches zu einem höheren Verbrauch beigetragen hat. Und zu allem Überfluss haut nun der größte US-Toyota-Händler in dieselbe Kerbe und behauptet, das Update habe seine Wirkung verfehlt und führe vermehrt zu Leistungseinbrüchen bei den Motoren. In Kombination mit dem Anstieg beim Spritverbrauch bedeuten solche Vorwürfe einen echten Imageschaden, der dem Absatz des japanischen Herstellers schadet. Es steht viel auf dem Spiel für Japans Autoexport.

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